stay connected: Nachhaltige Ver- und Entsorgung

Der Wasser- und Energiesektor wird dereguliert, liberalisiert, neu strukturiert und z.B. wegen hoher Preise gesellschaftlich kritisiert. Die sozial-ökologische Forschung analysiert, welche Handlungsmöglichkeiten Akteure der verschiedenen Ebenen haben; vor allem auch in Bezug auf den Schutz des globalen Klimas.

Der Staat gibt in zunehmendem Maße Verantwortungsbereiche ab, die er über Jahrzehnte hinweg eigenständig kontrolliert hat. Insbesondere im Ver- und Entsorgungs- bereich hatte er mit seinen Maßnahmen die Hygieneverhältnisse entscheidend verbessert und die Bevölkerung kostengünstig mit Trinkwasser versorgt ohne der Umwelt größeren Schaden zuzufügen.
Die sozial-ökologische Forschung untersucht den Einsatz innovativer Technologien, die Eigenheiten bzw. Gemeinsamkeiten von Stoff-, Energie- und Informationsströmen, Anreizstrukturen und Handlungsspielräume der beteiligten Akteure bzw. der jeweiligen institutionellen Arrangements. Sowohl lokale Systeme, wie die kommunale Wasserversorgung und die Auswirkungen des demographischen Wandels als auch globale Problemlagen z.B. im Klimaschutz sind Ziele der SÖF-Untersuchungen.

Typische sozial-ökologische Fragestellungen sind:

  • Welche Konsequenzen und Chancen für eine nachhaltige Entwicklung ergeben sich aus der fortschreitenden Liberalisierung netzgebundener Infrastruktursysteme wie Telekommunikation, Energie, Wasser, Abwasser oder Abfall?
  • Gibt es Alternativen zur Privatisierung von Ver- und Entsorgungssystemen
  • Sind neue Organisationsformen vorstellbar oder gar notwendig?
  • Die Versorgung der Bevölkerung - Wirkungszusammenhänge von demographischen Entwicklungen, Bedürfnissen und Versorgungssystemen (demons)

    In dem interdisziplinären Projekt untersuchen Natur- und SozialwissenschaftlerInnen interkulturell vergleichend Wechselwirkungen zwischen demographischen Entwicklungen, sich verändernden Bedürfnissen und Versorgungssystemen für Wasser und Ernährung. mehr (URL: http://www.sozial-oekologische-forschung.org/de/110.php)
  • Gesellschaftliches Lernen und Nachhaltigkeit (GELENA)

    Im Forschungsprojekt GELENA stehen die für den Klimawandel zentrale Bedürfnisfelder Mobilität; Bauen & Wohnen, Information & Kommunikation im Mittelpunkt der Betrachtung. Es werden soziale, nachhaltigkeitsrelevante Lernprozesse in diesen Bereichen auf drei Ebenen empirisch und theoretisch untersucht: organisationstheoretisch, gesellschaftstheoretisch sowie durch das Zusammenspiel von Konsument/innen und Unternehmen. mehr (URL: http://www.sozial-oekologische-forschung.org/de/174.php)
  • Global Governance und Klimawandel

    Eine Analyse auf verschiedenen räumlichen Ebenen zu den Bedingungen, Risiken und Chancen sozial-ökologischer Transformationen im Bereich des Klimaschutzes. Welche Probleme, Chancen und zukünftige Herausforderungen sind mit dem Wandel von staatlicher Steuerung hin zu governance (als umfassenderem Gesellschaftsprojekt) im Bereich der Klimapolitik verknüpft und welche staatlichen sowie nicht-staatlichen Steuerungsformen können zu einem verbesserten Klimaschutz beitragen? mehr (URL: http://www.sozial-oekologische-forschung.org/de/114.php)
  • Die Einführung von Emissionshandelssystemen als sozial-ökologischer Transformationsprozess (JET-SET)

    Die Unterzeichung des Kyoto-Protokolls im Jahre 1997 markiert für die Entwicklung der Klimapolitik in der Europäischen Union und in der Bundesrepublik Deutschland einen wichtigen Meilenstein: Mit diesem Zeitpunkt kommt der Konkretisierung sog. flexibler Instrumente - hier insb. dem Handel mit Zertifikaten für Treibhausgasemissionen (dem Emissionshandel) - eine herausragenede Rolle zu. Das Projekt "Joint Emissions Trading as a Socio Ecological Transformation" (JET-SET) setzt am zunehmenden Informationsbedarf über die bisherigen Wirkungen sowie den künftigen Herausforderungen und Entwicklungsmöglichkeiten des EU-Emissionshandelssystems an. mehr (URL: http://www.sozial-oekologische-forschung.org/de/104.php)
  • KIDA - Kooperation in der Abfallwirtschaft

    KIDA untersucht und bewertet Kooperationsformen in der Abfallwirtschaft mit Bezug auf eine nachhaltige Entwicklung. Experten erarbeiten praktisch anwendbares Orientierungs- und Handlungswissen zur Nachhaltigkeit in der Abfallwirtschaft. mehr (URL: http://www.sozial-oekologische-forschung.org/de/108.php)
  • "Integrierte Mikrosysteme der Versorgung" - Dynamik, Nachhaltigkeit und Gestaltung von Transformationsprozessen in der netzgebundenen Versorgung

    Ziel des Projektes ist es, künftige Entwicklungspfade der Versorgungssysteme für Strom, Gas, Wasser und Telekommunikation zu identifizieren, deren wirtschaftliche, politische, technische, soziale und ökologische Herausforderungen aufzuzeigen und nachhaltige Handlungsstrategien zu entwickeln. mehr (URL: http://www.sozial-oekologische-forschung.org/de/102.php)
  • Transformationsmanagement für eine nachhaltige Wasserwirtschaft (netWORKS)

    Die vom Projekt netWORKS entwickelte strategische Entscheidungshilfe für Kommunen bei langfristig ausgerichteten Infrastrukturentscheidungen im Bereich der Wasserver- und -entsorgung wird in einem Anschlussvorhaben in der Praxis erprobt. mehr (URL: http://www.sozial-oekologische-forschung.org/de/106.php)
  • Nachhaltige Transformation des Elektrizitätssystems (TIPS)

    TIPS untersucht die Wechselwirkungen zwischen Natur, Ökonomie, individuellem Verhalten und Governance innerhalb des Elektrizitätssystems. Der Schwerpunkt liegt auf sozialen und technischen Innovationsprozessen und deren Governance-Strategien. mehr (URL: http://www.sozial-oekologische-forschung.org/de/112.php)

Kontakt

  • Dr. Monika Wächter

    • Projektträger im DLR Umwelt,Kultur, Nachhaltigkeit
    • Heinrich-Konen-Str. 1
    • 53227 Bonn
    • Telefonnummer: +49(0)228 3821 597
    • Faxnummer: +49(0)228 3821 500
    • E-Mail-Adresse: