Die Sozial-ökologische Forschung (SÖF) versteht sich als neuartiger akteurs- und problemorientierter Forschungstyp, bei dem Nachhaltigkeitsprobleme an der Schnittstelle zwischen Gesellschaft und Natur bearbeitet werden. Analysiert werden einerseits Materialflüsse, andererseits gesellschaftliche Transformationen mit dem Ziel Handlungsstrategien für eine nachhaltigere Zukunft zu entwickeln.
Organigramm der SÖF
Die Förderinstrumente
Begleitmaßnahmen
Seit Anfang der 1990er Jahre wird die naturwissenschaftlich-technische Ausrichtung der deutschen Umweltforschung kritisiert und eine stärkere Orientierung an gesellschaftlichen und interdisziplinären Fragen gefordert. Es wurde deutlich, dass Problemlösungen immer mit menschlichem Handeln verbunden sind und daher Aspekte der Gesellschafts- und Kulturwissenschaften integriert werden müssen.
1999 startete das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) den Förderschwerpunkt Sozial-ökologische Forschung (SÖF) mit Sondierungsprojekten. Er wird seit dem Jahr 2000 mit jährlich ca. sieben Millionen Euro durch das BMBF gefördert und umfasst derzeit 16 Forschungsverbünde (mit insgesamt 43 Einzelvorhaben) in der thematischen Förderung und 8 Infrastrukturprojekten. Die Förderung neuer Nachwuchsgruppen ist in Vorbereitung.
Sozial-ökologische Forschung versteht sich als neuartiger akteurs- und problemorientierter Forschungstyp, bei dem Nachhaltigkeitsprobleme an der Schnittstelle zwischen Gesellschaft und Natur bearbeitet werden. Analysiert werden einerseits Materialflüsse, andererseits gesellschaftliche Transformationen mit dem Ziel, Handlungsstrategien für eine nachhaltigere Zukunft zu entwickeln.
Die sozial-ökologische Forschung im Rahmen der "Forschung für Nachhaltigkeit" (fona) ist Teil der Nachhaltigkeitsstrategie der Bundesregierung. Die Projekte entwickeln nicht nur theoretisch-methodische Konzepte, sondern vor allem konkrete Handlungsstrategien zur Umsetzung der Nachhaltigkeitsstrategie. Durch die Integration von Praxispartnern in den Forschungsprozess werden Lösungsvorschläge für die Umsetzung einer nachhaltigen Entwicklung aus der Praxis erarbeitet und dieser anschließend zur Verfügung gestellt.
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Der Förderschwerpunkt verfügt über drei verschiedene Förderinstrumente:
INFRASTRUKTURFÖRDERUNG
Die Infrastrukturförderung unterstützt kleinere, gemeinnützige Forschungsinstitute, die über besondere Kompetenzen in der integrativen, transdisziplinären Umweltforschung verfügen. Ziel ist es u.a. den Wissenstransfer und die Vernetzung zu fördern.
NACHWUCHSFÖRDERUNG
Die gezielte Förderung thematischer, interdisziplinär zusammengesetzter Nachwuchsgruppen gibt jüngeren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern die Möglichkeit, sich auf dem Gebiet der inter- und transdisziplinären Forschung zu qualifizieren.
FÖRDERUNG VON THEMATISCHEN VORHABEN
Die thematische Projektförderung greift aktuelle gesellschaftliche Probleme auf, die sich aufgrund von Zielkonflikten zwischen dem gesellschaftlichen System und der natürlichen Umwelt ergeben.Gefördert werden bzw. wurden bisher interdisziplinäre Forschungsverbünde, die inhaltlich zu folgenden thematischen Ausschreibungen arbeiten:
Zur Qualitätssicherung und Außendarstellung werden folgende Begleitmaßnahmen durchgeführt:
Bergmann, M. et.al.; 2005, Frankfurt am Main mehr
Gesamtliste der SÖF-Literatur
(URL: http://www.sozial-oekologische-forschung.org/de/494.php)
[PDF - 916,4 kB]
(URL: http://www.sozial-oekologische-forschung.org/pot/download.php/M%3A630+Rahmenkonzept+%22Sozial+%26ouml%3Bkologische+Forschung%22+%282007-2010%29/~/_media/SoeF_Broschuere_24012008_Web.pdf)