Nachwuchsförderung

Mit der gezielten Förderung thematischer, interdisziplinär zusammengesetzter Nachwuchsgruppen wird herausragenden jüngeren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern die Möglichkeit gegeben, sich auf dem Gebiet der inter- und transdisziplinären Forschung weiter zu qualifizieren. Auch soll die Verbindung zwischen außeruniversitärer und universitärer Forschung dadurch intensiviert werden.

Ziele der Nachwuchsförderung sind insbesondere die Sicherung und der Ausbau der Leistungsfähigkeit Sozial-ökologischer Forschung für gesellschaftliche Problemlösungen, die Verbesserung der Qualifizierungsmöglichkeiten junger Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler mit fachübergreifenden Forschungsperspektiven, die Initiierung von Nachwuchsgruppen an Hochschulen und außeruniversitären Einrichtungen, die Stärkung des wissenschaftlichen Nachwuchses für Lehre und Forschung im Bereich der Umwelt-, Natur- und Sozialwissenschaften sowie die Qualifizierung jüngerer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler für die eigenverantwortliche Leitung von inter- und transdisziplinär arbeitenden Forschergruppen an den Schnittstellen von Umwelt-, Natur- und Geisteswissenschaften.

Innerhalb einer Nachwuchsgruppe soll außerdem die immer noch sehr hohe Schwelle zwischen natur-/ ingenieurwissenschaftlichen und sozialwissenschaftlichen Forschungsansätzen überwunden werden. Bei der Bearbeitung einer selbst gewählten Forschungsaufgabe sollen Nachwuchsgruppen zugleich - über das Forschungsergebnis im engeren Sinn hinaus - die Kultur interdisziplinären wissenschaftlichen Arbeitens pflegen und entwickeln.

Die Laufzeit der Projekte beträgt insgesamt fünf Jahre. Damit soll den besonderen Herausforderungen inter- und transdisziplinärer Forschung Rechnung getragen werden und zugleich die Qualifizierung der Nachwuchswissenschaftler/-innen sichergestellt werden.

In der ersten Phase (2001 - 2006) wurden neun Verbundprojekte ausgewählt, die sich mit verschiedenen Themen aus den Bereichen Energie, Verkehr, Ver- und Entsorgung, Klimawandel, Wohnungssanierung, Ressourcenmanagement, Wohlstandsschöpfung, gesellschaftliches Lernen sowie gesellschaftliche Naturverhältnisse befassten.

Nachwuchsgruppen der ersten Förderphase

  • AgChange. Konflikte der Agrarwende

    Auf Beratung ausgerichtete Begleitforschung zu Konflikten der "Agrarwende": diskursive und institutionelle Rahmenbedingungen, lebensweltliche Wahrnehmungen der Landwirte und gender-Fragen, modellgestützte Szenarien und Bewertungstools. mehr (URL: http://www.sozial-oekologische-forschung.org/de/168.php)
  • Die Versorgung der Bevölkerung - Wirkungszusammenhänge von demographischen Entwicklungen, Bedürfnissen und Versorgungssystemen (demons)

    In dem interdisziplinären Projekt untersuchen Natur- und SozialwissenschaftlerInnen interkulturell vergleichend Wechselwirkungen zwischen demographischen Entwicklungen, sich verändernden Bedürfnissen und Versorgungssystemen für Wasser und Ernährung. mehr (URL: http://www.sozial-oekologische-forschung.org/de/110.php)
  • Gesellschaftliches Lernen und Nachhaltigkeit (GELENA)

    Im Mittelpunkt der Betrachtung stehen die für den Klimawandel zentrale Bedürfnisfelder Mobilität; Bauen & Wohnen, Information & Kommunikation. Es werden Lernprozesse in diesen Bereichen auf drei Ebenen empirisch und theoretisch untersucht. mehr (URL: http://www.sozial-oekologische-forschung.org/de/174.php)
  • Global Governance und Klimawandel

    Eine Analyse auf verschiedenen räumlichen Ebenen zu den Bedingungen, Risiken und Chancen sozial-ökologischer Transformationen im Bereich des Klimaschutzes. mehr (URL: http://www.sozial-oekologische-forschung.org/de/114.php)
  • MOBILANZ

    Das Ziel von MOBILANZ besteht in einer Quantifizierung des Umweltverbrauches unterschiedlicher Mobilitätstypen und in der Ableitung von Maßnahmen zur Verringerung der Umweltwirkungen durch den Einsatz von nachhaltigen Mobilitätsdienstleistungen. mehr (URL: http://www.sozial-oekologische-forschung.org/de/195.php)
  • Nachhaltige Entwicklung zwischen Durchsatz und Symbolik - Leitbilder der ökonomischen Konstruktion ökologischer Wirklichkeit in europäischen Regionen

    Die Untersuchung "nachhaltiger Entwicklung" in den Wissenschaften sowie in ausgewählten europäischen Regionen verknüpft materielle Ausprägungen mit politischen Prozessen, in denen zentrale Begriffe diskursiv besetzt und wirkungsmächtig werden. mehr (URL: http://www.sozial-oekologische-forschung.org/de/193.php)
  • Regionaler Wohlstand - neu betrachtet

    Das Forschungsprojekt untersucht, welchen Beitrag eine Branche zu einem guten und zugleich zukunftsfähigen Leben in einer Region leistet. Als konkretes Beispiel betrachten wir die ökologische Land- und Ernährungswirtschaft in der Berlin-Brandenburg. mehr (URL: http://www.sozial-oekologische-forschung.org/de/166.php)
  • Nachhaltige Transformation des Elektrizitätssystems (TIPS)

    TIPS untersucht die Wechselwirkungen zwischen Natur, Ökonomie, individuellem Verhalten und Governance innerhalb des Elektrizitätssystems. Der Schwerpunkt liegt auf sozialen und technischen Innovationsprozessen und deren Governance-Strategien.  mehr (URL: http://www.sozial-oekologische-forschung.org/de/112.php)
  • Umbauen statt neu bauen: Sozial-ökologische Gestaltungspotenziale im Wohnungsbestand der Nachkriegszeit

    Zeilensiedlungen der 50er und 60er Jahre, die einen erheblichen und sanierungsbedürftigen Anteil des Mehrfamilienhausbestandes darstellen, stehen in baulichen und sozialen Umgestaltungsprozessen, die es in nachhaltige Bahnen zu lenken gilt. mehr (URL: http://www.sozial-oekologische-forschung.org/de/187.php)

 

 

    Dokumente

    Kontakt

    • Hermann Flau

      • Projektträger im DLR Umwelt,Kultur, Nachhaltigkeit
      • Heinrich-Konen-Str. 1
      • 53227 Bonn
      • Telefonnummer: +49(0)228 3821 587
      • Faxnummer: +49(0)228 3821 500
      • E-Mail-Adresse: