Innerhalb der sozial-ökologischen Forschung stellt die aktive Gestaltung der Schnittstelle von "Forschung" und "Praxis" eine zentrale Herausforderung dar. Zum einen stellt sich sowohl in konzeptioneller Hinsicht als auch auf der Ebene der Einzelprojekte die Frage, welche Funktionen Praxiswissen im Forschungsprozess zukommt und mit welchen Fragestellungen und Zielsetzungen "Praxiswissen" eingebunden wird. Zum anderen stellt die aktive Einbindung von Praxiswissen und Praxispartnern die Steuerung von SÖF-Projekten vor neue Herausforderungen. Mit der Lösung dieser und ähnlicher Fragen befasste sich die QAG "Praxisintegration".
Wie kann ein Praxispartner in das Projekt auch in strategischer Hinsicht eingebunden werden, ohne für dessen partielle Ziele und Interessen instrumentalisiert zu werden? Wie kann in einem derartigen Projektrahmen die wissenschaftliche Qualität und Reputation des Projektes sichergestellt werden, wenn dessen Zielsetzung in der aktiven Veränderung der gesellschaftlichen Praxis liegt? Oder: Welche Prozesse und Methoden der Einbindung eigenen sich für definierte Kooperationsformen, die zwischen "Forschung" und "Praxis" eingegangen werden? Dies und ähnliche waren Fragestellungen, mit denen sich die Querschnitts-Arbeitsgruppe "Praxisintegration" befasste.
Folgende Fragestellungen bildeten die Grundlage für die Arbeit innerhalb der Gruppe:
In einem iterativen Prozess ist die Arbeitsgruppe folgendermaßen vorgegangen:
Mai/ Juli 2003:
Erstellung von Projektzusammenfassungen (wie ist die Praxisbeteiligung im Projekt) aus allen beteiligten Projekten.
September 2003:
Auswertungen dieser Zusammenfassungen (1) unter dem Gesichtspunkt der Zielsetzung der Praxiseinbindung in Projekte, (2) unter dem Gesichtspunkt des Praxisverständnisses im Projekt und (3) unter dem Gesichtspunkt des Zeitpunktes der Einbindung von Praxispartnern
November 2004:
Entwurf einer Materialiensammlung zu folgenden Themen:
- Was ist ein Praxispartner (Scurrel/ Schön)
- Typologisierung von Praxispartnern (Bergmann/ Gottschick/ Konrad)
- Anforderungen an das Projektmanagement (Boeckmann/ Schäfer)
- Begegnungsräume (Schüle)
- Bedeutung von Mulitplikatoren (Jäger)
- Ergebnisorientierung und -vermittlung (Libbe)
- Beteiligung von Verkehrsakteuren (Grischkat/ Böhler)