Querschnitts-AG Partizipation

Auch in der sozial-ökologischen Forschung stellen Partizipation und Nachhaltigkeit zentrale Bestandteile der Forschungsarbeiten und -ergebnisse dar. Selten findet jedoch eine kritische Reflexion der Vereinbarkeit beider Begriffe statt. Vor dem Hintergrund dieser Beobachtung wurden in der Querschnittsarbeitsgruppe Partizipation in einer ersten Phase sind die unterschiedlichen Entstehungshintergründe, Anwendungskontexte, Funktionen und Defi-nitionen der Begriffe diskutiert und die Bedeutung von Partizipation bzw. das partizipative Verständnis in einigen "prominenten" Nachhaltigkeitskonzepten herausgearbeitet worden.

Partizipation und Nachhaltigkeit gehören spätestens seit der Internationalen Umweltkon-ferenz von Rio 1992 zu den wohl meist verwandten und diskutierten sozialwissenschaftlichen Begriffen. Weltweit findet sich kaum ein politisches Programm, kaum eine lokale, regionale, nationale oder internationale Entwicklungsstrategie, in denen die beiden Begriffe nicht ihre Verwendung finden: Sei es hinsichtlich der Formulierung der Zielebene (Nachhaltige Entwicklung) oder in Bezug auf die Zielerreichung (partizipative Planungsmethoden, etc.). Ihr inflationärer Gebrauch verleiht beiden Konzepten mittlerweile eine missliche Beliebigkeit. Auch in der sozial-ökologischen Forschung stellen Partizipation und Nachhaltigkeit zentrale Bestandteile der Forschungsarbeiten und -ergebnisse dar.

In der ersten Phase hat die QAG Partizipation daher die unterschiedlichen Entstehungs-hintergründe, Anwendungskontexte, Funktionen und Definitionen der Begriffe diskutiert und die Bedeutung von Partizipation bzw. das partizipative Verständnis in einigen "prominenten" Nachhaltigkeitskonzepten herausgearbeitet. Dabei standen folgende Fragen im Mittelpunkt:

  • Wie ist das Verhältnis von Partizipation und Nachhaltigkeit? Fördern partizipative Strukturen bzw. eine an kooperativen und kommunikativen Prozessen orientierte Politik die Umsetzung nachhaltiger Strategien oder fördert eine an Nachhaltigkeit orientierte Politik partizipative Strukturen oder aber gibt es Zielkonflikte?
  • Was folgt aus dem Zusammenhang der beiden Begriffe für die sozial-ökologische Forschung (konzeptionell) und für die Praxis der Forschungsprojekte (methodisch)?

Um die Rolle der Partizipation im SÖF-Förderprogramm zu bestimmen, wurde die aktuelle Praxis der geförderten Projekte im Umgang mit Partizipation untersucht. Zu diesem Zweck wurden die laufenden SÖF-Projekte per E-Mail über Rolle und Stellenwert von Partizipation in ihren Projekten befragt. Hierbei stand für die Querschnittsarbeitsgruppe Partizipation die Frage im Zentrum, inwieweit in den Projekten der sozial-ökologische Forschung eine Verknüpfung der Ziele Nachhaltigkeit und Partizipation erfolgt und auf welcher Ebene (Forschungsgegenstand, Forschungsmethode, Forschungsziel) das Thema Partizipation behandelt wird.

Die Ergebnisse der Diskussion und der Befragung der SÖF-Projekte wurden in einem Arbeitspapier zusammengefasst und können bei den u.a. Kontaktadressen bestellt werden.

Ansprechpartnerinnen:

Dr. Heike Walk
Zentrum Technik und Gesellschaft der TU Berlin
P2-2
Hardenbergstr. 36A
10623 Berlin
030/314-25848
E-mail: Kontakt

Elke Baranek
Zentrum Technik und Gesellschaft der TU Berlin
P2-2
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10623 Berlin
030/314-25848
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Dokumente

  • Diskussionspapier QAG Partizipation

    [PDF - 242,8 kB]

    Partizipation-Diskussionspapier download

     (URL: http://www.sozial-oekologische-forschung.org/pot/download.php/M%3A492+Diskussionspapier+QAG+Partizipation/~/_media/Q-AG_Partizipation-Diskussionspapier3_05(1).pdf)

Kontakt

  • Dr. Heike Walk

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