Noch besteht an manchen Stellen Unsicherheit darüber, wie die Gender-Thematik in der konkreten Projekt-Arbeit zu verankern ist. Die QAG Gender ermöglicht daher einen Austausch über die sehr unterschiedlichen Herangehensweisen in den Projekten. Dabei soll ein Eindruck darüber gewonnen werden, ob in den Projekten ähnliche Fragestellungen und Methoden identifiziert und daraus übergeordnete Schlussfolgerungen gezogen werden können. Ziel ist es, die Thematik fester in der anwendungsbezogenen und theoretischen Projektarbeit zu verankern und Handlungsempfehlungen für die künftige Ausgestaltung von SÖF-Förderprogrammen zu entwickeln.
Die hohe Relevanz der Thematik erschließt sich bereits aus dem Rahmenkonzept des Forschungsministeriums, das das Thema Geschlechterverhältnisse und Umwelt als eine von drei relevanten Problemdimensionen, mit denen sich alle Projekte beschäftigen sollen, festschreibt.
Bereits bei der Konzeption der Projekte der sozial-ökologischen Forschung wurde daher versucht, den Geschlechterbezug der jeweiligen Themen und Fragestellungen aufzuzeigen.
Bei der Etablierung der Querschnittsgruppe wurde schnell deutlich, dass der Kenntnisstand und die Erfahrungen mit dem Einbezug der Genderperspektive in den Projekten sehr unterschiedlich sind. Diese Unterschiede konnten dadurch nivelliert werden, dass die Sitzungen der Querschnittsgruppe jeweils durch einen schriftlichen Vorlauf vorbereitet wurden und so alle Teilnehmenden die Möglichkeit hatten, sich auf die Diskussionen vorzubereiten.
Nach einer ersten Bestandsaufnahme des Umgangs mit der Geschlechter-Thematik in den Projekten, kristallisierten sich folgende Schwerpunkte heraus:
Nicht zuletzt werden diese Fragen durch eine Auseinandersetzung mit der eingesetzten Methodik begleitet. Schließlich wird am Ende der Arbeit auch die Frage stehen, welchen Beitrag die Kategorie Geschlecht zur Erarbeitung von Gestaltungsvorschlägen oder Transformationswissen leisten kann. Darüber hinaus wird zu beobachten sein, wie sich dies im Output der Projekte niederschlägt und inwiefern auch hier stereotype Zuschreibungen Verwendung finden.
Die Querschnittsgruppe arbeitet zurzeit an der Veröffentlichung eines Buches, das sich an der folgenden Gliederung orientiert:
Da die Arbeit der Querschnittsgruppe auch außerhalb des Kreises der Mitwirkenden auf ein großes Interesse an ihren Arbeitsergebnissen trifft, soll die geplante Veröffentlichung dem offensichtlich vorhandenen Informationsdefizit auch außerhalb des sozial-ökologischen Förderschwerpunktes Rechnung tragen.
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Prof. Dr. Dr. Martina Schäfer
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