SÖF-Projekt GeneRisk nimmt am "Runden Tisch zur Pflanzengenetik" teil - Schwerpunktheft zu "Social Entrepreneurship" - Bildungsmaßnahmen für Nachhaltigkeit - SÖF-Projekt "change" stellt Webportal für Hochschulen vor - WiN-Projekt NaRoLa bringt seine Forschung im Energy Modeling Forum ein - SÖF-Band 11 "Die politische Ökonomie des Klimawandels" erschienen - Veranstaltungen - Neuerscheinungen
Liebe Leserinnen und Leser,
Forschungsergebnisse des Förderschwerpunkts "Sozial-ökologische Forschung" finden auch auf höchster Ebene Beachtung. Zu den ersten beiden Runden Tischen zur Grünen Gentechnik im Mai und Juli waren auch Vertreter des Projekts Gene-Risk aus dem Themenschwerpunkt "Strategien zum Umgang mit systemischen Risiken" geladen. Außerdem gibt es Spannendes aus der SÖF-Forschung zum Thema Nachhaltiger Konsum und Bildungsinstitutionen zu berichten: Das Projekt "BINK" hat konkrete Maßnahmen erarbeitet, um nachhaltiges Konsumverhalten bei jungen Menschen zu fördern und erprobt diese ab Herbst 2009 in den beteiligten (Hoch-)schulen. Bereits erfolgreich hat das Projekt "change" eine Energiesparkampagne in den Universitäten Dortmund und Münster durchgeführt: Beinahe die Hälfte des errechneten Einsparpotenzials im Bereich Strom konnte allein durch Verhaltensänderungen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erreicht werden.
Beste Grüße aus Bonn,
Jutta Zimmermann
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Als Konsequenz des Anbauverbots von gentechnisch verändertem Mais aufgrund von Sicherheitsbedenken luden Bundesforschungsministerin Annette Schavan und Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner am 20. Mai 2009 zum ersten Runden Tisch zur Pflanzengenetik ein. Ziel des Treffens war es, mehr Transparenz und Offenheit im Diskurs zur Grünen Gentechnik zu erreichen. Eingeladen waren 25 Experten aus Wissenschaft, Industrie, Gewerkschaft und Kirche, darunter Broder Breckling aus dem SÖF-Projekt "GeneRisk". Den Schwerpunkt der Diskussion bildete die Bewertung von Vor- und Nachteilen der Grünen Gentechnik. Beim zweiten Runden Tisch im Juli, bei dem GeneRisk erneut vertreten war, diesmal durch den Projektleiter Prof. Dr. Winfried Schröder, standen die Risikoforschung vor Marktzulassung gentechnisch veränderter Pflanzen (GVP) und das Umweltmonitoring während des Anbaus nach Marktzulassung auf der Agenda. Winfried Schröder machte sich dafür stark, dass die wissenschaftliche Fundierung der Grünen Gentechnik durch verschiedene Disziplinen, insbesondere auch durch die Ökosystemforschung, erfolgen solle. Am 21. September übergab er Schavan in Vechta persönlich das Positionspapier "Gentechnisch veränderte Organismen in der Landwirtschaft", das über den bisherigen Forschungsstand von Risikoforschung zu gentechnisch-veränderten Mechanismen und den zukünftigen Forschungsbedarf berichtet. Der dritte Runde Tisch wird sich mit dem Thema "Internationale Entwicklungszusammenarbeit" befassen (Quelle: Projekt GeneRisk). Informationen zum Runden Tisch erhalten Sie auch über die Seiten http://www.biotechnologie.de/BIO/Navigation/DE/root,did=98200.html oder http://www.biosicherheit.de/de/aktuell/689.doku.html
Die Ausgabe 2/2009 der Zeitschrift "Ökologisches Wirtschaften" handelt von Zukunftsgründern und Heldengeschichten: Sogenannten "Social Entrepreneurs" geht es darum, sich drängender gesellschaftlicher Probleme mit Hilfe unternehmerischen Engagements anzunehmen. Innovative und systemische Problemlösungen sollen dazu beitragen, soziale und ökologische Ziele zu erreichen - und gleichzeitig finanziellen Profit zu ermöglichen. Wurden viele Debatten zu diesem Thema bisher zumeist in englischsprachigen Publikationen geführt, trägt der Schwerpunkt dieser Ausgabe bewusst dazu bei, das Thema auch in die deutschen Diskussionen einzubringen. Mit Beiträgen renommierter Autorinnen und Autoren unter anderem aus der SÖF-Nachwuchsforschungsgruppe GETIDOS und Beispielen erfolgreicher Social Entrepreneurs werden unterschiedliche Aspekte und neue Forschungsansätze in diesem Themenfeld vorgestellt. Im Zentrum steht dabei der Beitrag der Social Entrepreneurs zu einer nachhaltigen Entwicklung. (Quelle: IÖW) Zum (kostenpflichtigen) Heft
Welchen Beitrag können Bildungseinrichtungen leisten, um nachhaltiges Konsumverhalten bei jungen Menschen zu fördern? Durch welche Maßnahmen lassen sich entsprechende Lernprozesse anregen? Zu diesen Fragen und an praxisnahen Wegen zu ihrer Beantwortung arbeiten Forschende und Bildungspraktikerinnen und -praktiker im Projekt BINK. Ziel ist es, die relevanten Bereiche in Bildungsinstitutionen zu identifizieren, die auf das Konsumlernen junger Menschen einwirken, und durch gezielte Maßnahmen Veränderungsprozesse in Richtung einer nachhaltigen Konsumkultur anzustoßen.
Mit dem Abschluss der ersten Projektphase liegen nun sechs Maßnahmenpakete vor, die an den beteiligten Bildungseinrichtungen ab Herbst 2009 umgesetzt werden. Bei der Erstellung dieser Maßnahmenpakete arbeiteten Wissenschaft und Praxis Hand in Hand: Basierend auf einem im Projekt entwickelten Analyserahmen "Konsumkultur" erarbeitete an jeder Einrichtung eine BINK-Steuergruppe in zwei Workshops Ziele und leitete daraus konkrete Maßnahmenideen ab. Das interdisziplinäre BINK-Forschungsteam brachte sich mit ersten Ergebnissen aus begleitenden qualitativen Studien in diesen Prozess ein. Um Erkenntnisse über Einflüsse auf das Konsumverhalten der Zielgruppe zu gewinnen, wurden im Rahmen der empirischen Forschungen Jugendliche und junge Erwachsene an den beteiligten Praxiseinrichtungen befragt. Interviews und Gruppendiskussionen mit Akteuren weiterer Bildungseinrichtungen, die bereits Erfahrungen mit Aktivitäten zum nachhaltigen Konsum gesammelt hatten, lieferten darüber hinaus Aufschlüsse über Gelingensbedingungen bei institutionellen Veränderungsprozessen in Richtung einer nachhaltigen Konsumkultur. (Quelle: Projekt BINK) Mehr
Wie können Hochschulbeschäftigte motiviert werden, durch einfache Verhaltensänderungen am Arbeitsplatz Energie zu sparen? Diese Frage beschäftigt Forschende aus den Bereichen Psychologie und Ingenieurwissenschaften der Ruhr-Universität Bochum im SÖF-Projekt "change - Veränderung nachhaltigkeitsrelevanter Routinen in Organisationen". Die Forschenden entwickelten aufbauend auf Erkenntnissen zur Gewohnheitsbildung eine Energiesparkampagne, die im Wintersemester 2008/09 an der Technischen Universität Dortmund und der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster getestet wurde. Die Ergebnisse der Bochumer Forschenden und ihres Projektpartners, der Hochschul-Informations-System GmbH (HIS), wurden anlässlich des ersten Projekt-Meilensteins am 19. August 2009 an der Ruhr-Universität präsentiert. Der Erfolg der Kampagne lässt sich insbesondere durch die Auswertung der Energieverbrauchsdaten der Hochschulen belegen. Diese ergab, dass 43% des errechneten Einsparpotenzials im Bereich Strom ausgeschöpft werden konnte. Bei der Veranstaltung stellten die Forschenden ihren Projekt- und Praxispartnern die optimierte Energiesparkampagne für die zweite Projektphase in Form eines "Webportals für Entscheider" vor. Das Portal und die mit seiner Hilfe eingesetzten Energiesparkampagnen werden von ausgewählten Hochschulen bundesweit im kommenden Winter getestet. (Quelle: Projekt change) Link zum Webportal
Das Institut für Weltwirtschaft (IfW) nahm 2008 erstmalig am internationalen "Energy Modeling Forum" (EMF) teil, auf dem Szenarien zum EU-Klimapaket simuliert wurden. Das IfW brachte sein im WiN-Projekt NaRoLa erweitertes allgemeines Gleichgewichtsmodell DART ("Dynamic Applied Regional Trade") ein. Mit diesem Modell wird in dem Projekt das EU-Klimapaket auf ökonomische Effizienz untersucht, ein besonderes Augenmerk gilt der angestrebten 10%-Quote für Biokraftstoffe. Das IfW bewertete in mehreren Szenarien, wie sich die EU-Förderpolitik ökonomisch insbesondere auf den Agrarsektor auswirkt und ob dadurch Wohlfahrtseinbußen entstehen.
In das erste Szenario geht nur das Ziel der EU ein, die Treibhausgasemissionen um 20% zu reduzieren. Dort wird die Produktion von Biokraftstoffen nur geringfügig ausgeweitet. Zusätzliche Subventionen sind notwendig, um die 10%-Quote zu erreichen. Ein weiteres Szenario mit diesen Subventionen führt zu einer Steigerung von EU-Agrarpreisen um bis zu 7%.
In Europa sind die CO2 Märkte geteilt, weil nicht alle Sektoren dem Europäischen Emissionshandelssystem (ETS) angehören. Diese Spaltung führt zu erhöhten Kosten bei der Umsetzung des Reduktionsziels gegenüber einem Szenario, in dem die 20-prozentige Reduktion mit minimalen Kosten erreicht wird. Durch eine von allen EU Staaten umgesetzte 10%-Biokraftstoffquote entstünden zwar zusätzliche Kosten. Diese fallen jedoch gering aus, weil auch gewisse Marktverzerrungen verringert werden. Denn wenn mehr Biokraftstoff produziert wird, werden auch mehr heimische Agrarprodukte verbraucht. Damit sinken die Exporte und folglich die Exportsubventionen im Rahmen der Europäischen Agrarpolitik. Zum Abstract
Das Leitbild der Nachhaltigkeit erfordert langfristige und weitreichende Änderungen von Technologien, Infrastrukturen, Lebensstilen und Institutionen. Von Innovationen und deren Verbreitung werden wesentliche Impulse für nachhaltiges Wirtschaften erwartet. Die bisherige ökonomische und sozialwissenschaftliche Forschung in diesem Themenfeld weist trotz vieler Fortschritte noch Defizite auf: So stehen viel versprechende Konzepte noch weitgehend unverbunden nebeneinander. Darüber hinaus ist die Verknüpfung von Theoriebildung und empirischer Umsetzung noch relativ lose. Auf dem 6. BMBF-Forum für Nachhaltigkeit am 9. und 10. September in Hamburg wurden in einer eigenen Session Ergebnisse aus aktuellen Forschungsvorhaben der BMBF-Förderschwerpunkte WiN und SÖF vorgestellt und diskutiert, die sich eine stärkere empirische Fundierung wirtschaftswissenschaftlicher Theorien im Themenfeld "Nachhaltigkeitsinnovationen" zum Ziel gesetzt haben.
In dem WiN-Projekt Innovationen für eine Nachhaltige Entwicklung untersucht das Institut für Wirtschaftsforschung (ifo) Entstehung, Diffusion und Wirkungen von Umwelt- bzw. Nachhaltigkeitsinnovationen. Umweltinnovationen, die Umweltrisiken und -belastungen reduzieren oder den Ressourcenverbrauch verringern, werden als wichtiger Baustein zur Steigerung der ökologischen Performance von Unternehmen und der ökologische Nachhaltigkeit der Wirtschaft angesehen. Um Entstehung, Ausbreitungsmechanismen und Wirkungen von Umweltinnovationen in der Breite erklären zu können, wird die stark an einzelnen Fallstudien orientierte Forschung auf eine neue Grundlage gestellt. Dazu dienen einerseits eine branchenübergreifende Unternehmensbefragung, andererseits Patentanalysen auf der Basis der Datenbank PATSTAT des Europäischen Patentamts. Die daraus gewonnenen innovations- und umweltbezogenen Informationen können wiederum mit der AMADEUS-Firmendatenbank rückgekoppelt werden, in der Informationen über Standort, Sektorzugehörigkeit, Größe, Umsatz, Eigentumsverhältnisse und verschiedene Bilanzkennzahlen der Firmen eingehen. Damit bietet sich eine Basis für statistische und ökonometrische Analysen. Erste Ergebnisse aus der Befragung und der Analyse der Patentdaten wurden kürzlich veröffentlicht. (Quelle: Projekt Innovationen) Zum Artikel
Da seit den neunziger Jahren die Energieeffizienz der meisten Haushaltsgeräte beträchtlich gestiegen ist und Produkte aus den unteren Klassen nicht mehr auf den Markt gebracht werden, ist eine Überarbeitung des EU-Energielabels notwendig. Die EU-Kommission hatte vorgeschlagen, die bestehenden sieben Kategorien von A bis G durch die Einführung neuer Klassen (A-20%, A-40%, usw.) zu ergänzen. Das Europäische Parlament lehnte jedoch diese Verordnung für Fernsehgeräte am 6. Mai 2009 in Straßburg ab. Für die Beibehaltung der bisherigen Skala, in Verbindung mit einer Anpassung der bestehenden Effizienzklassen an den technischen Fortschritt, hatten sich auch Verbraucherverbände eingesetzt. Das Europäische Parlament hat die Kommission nun aufgefordert, einen überarbeiteten Vorschlag bis zum 30. September 2009 vorzulegen. Die vorliegende Studie der Universität St. Gallen, die im Rahmen des SÖF-Projekts seco[at]home entstanden ist, zeigt auf, dass die von der EU-Kommission vorgeschlagene Einführung der neuen Kategorien die Wirkung des Labels mindern würde. (Quelle: Projekt seco@home) Ein Download der Studie ist über die Internetseite http://goodenergies.iwoe.unisg.ch möglich.
Warum ist es in den Industrieländern bisher nicht gelungen, die klimaschädlichen Emissionen deutlich zu verringern? In Band 11 der Buchreihe "Ergebnisse Sozial-ökologischer Forschung" zeigt Achim Brunnengräber auf, dass nicht nur politische und wirtschaftliche Interessen dem Übergang in eine postfossile Gesellschaft entgegenstehen; das bestehende Energiesystem wird auch von einem breiten gesellschaftlichen Konsens getragen. Das Buch nimmt die komplexen gesellschaftlichen Naturverhältnisse ebenso in den Blick wie die Verhandlungsprozesse und die marktwirtschaftlichen Instrumente des Kyoto-Protokolls. Unter Rückgriff auf das Konzept der "Global Governance" sowie auf die Regime- und Regulationstheorie werden Erklärungsansätze für "Die politische Ökonomie des Klimawandels" geliefert. Der Band ist im Oekom Verlag erschienen. Zur Bestellung
"Eine nachhaltige, gesunde wirtschaftliche Entwicklung ist nicht ohne den Schutz und den Erhalt biologischer Vielfalt möglich. Hierbei müssen verstärkt ökonomische Prinzipien beachtet und ökonomische Instrumente eingesetzt werden." Diese Aussagen stehen im Zentrum des im August veröffentlichten Memorandums "Ökonomie für den Naturschutz - Wirtschaften im Einklang mit Schutz und Erhalt der biologischen Vielfalt". Zu den Erstunterzeichnern gehören auch Forschende aus WiN-Projekten. Zum Memorandum
In den letzten Monaten sind die folgenden Veröffentlichungen aus den Förderschwerpunkten SÖF und WiN erschienen:
(Komplette bibliografische Angaben können der Seite Neuerscheinungen oder Gesamtliste entnommen werden.)
Bücher
* Brunnengräber, A. (2009): Die politische Ökonomie des Klimawandels, Reihe Ergebnisse Sozial-ökologischer Forschung, oekom Verlag
Zeitschriftenartikel
* Johnson, B. M., Arlinghaus, R., & Martinez, P. B. (2009): Essay: Introduced Species. Are we doing all we can to stem the tide of illegal fish stocking? In: Fisheries Magazine, American Fisheries Society, Zum Download
*Praetorius, B. (2009): Optimising the Framework for Innovation in the Electricity System Lessons from Five Case Studies in Germany. In: GAIA. Ökologische Perspektiven für Wissenschaft und Gesellschaft 3/2009, Oekom Verlag
* Schmidt, G., Kleppin, L., Schröder, W. & Breckling, B. et al. (2009): Systemic Risks of Genetically Modified Organisms in Crop Production: Interdisciplinary Perspective, In: GAIA. Ökologische Perspektiven für Wissenschaft und Gesellschaft, 2/2009, Oekom Verlag
* Titz, A. & Döll, P. (2009): Actor modelling and its contribution to the development of integrative strategies for management of pharmaceuticals in drinking water, In: Social Science & Medicine, Elsevier
* Ziegler, R. et al. (2009): Social Entrepreneurship und nachhaltige Entwicklung, Von Zukunftsgründern und Heldengeschichten, In: Ökologisches Wirtschaften 2/2009
Im Jahr 2010 wird wieder der Kapp-Forschungspreis für Ökologische Ökonomie vergeben, der von der Vereinigung für Ökologische Ökonomie (VÖÖ), der Kapp-Stiftung, der Hatzfeldt-Stiftung, der Stiftungsgemeinschaft anstiftung & ertomis und der Selbach-Umwelt-Stiftung alle zwei Jahre gemeinsam ausgeschrieben wird. Das Thema der diesjährigen Ausschreibung lautet "Die Klimakrise - ein komplexes Phänomen. Herausforderungen und Gestaltungsansätze einer nachhaltigen Ökonomie". Der Preis ist mit insgesamt 7.500 Euro dotiert und dient der Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses. Eingereicht werden können Diplom-, Master-, Doktor- oder andere Forschungsarbeiten. 2.500 Euro davon sind für besonders herausragende Master- oder Diplom-Arbeiten vorgesehen. Die Bewerbungsfrist endet am 15. Januar 2010. Mehr
Vor dem Hintergrund von Exzellenzinitiative, Bologna-Prozess, Föderalismusreform und Managementsteuerung von Hochschulen wird die Frage, wohin sich das deutsche Wissenschaftssystem entwickelt, viel diskutiert. Uwe Schneidewind, Mitglied des SÖF-Strategiebeirats, macht sich in der im Juni erschienenen Studie "Nachhaltige Wissenschaft - Plädoyer für einen Klimawandel im deutschen Wissenschafts- und Hochschulsystem" für eine Orientierung am Leitbild "Nachhaltige Entwicklung" stark und analysiert, wo eine "Nachhaltige Wissenschaft" in Deutschland heute steht.
Aufgrund der zahlreichen Rückmeldungen zur Studie und der auf diese Weise entstandenen Diskussion wurde ein sogenanntes Weblog eingerichtet, das wissenschaftlich begleitet wird. Dort werden Vorschläge zu einer stärkeren Nachhaltigkeitsorientierung des Wissenschaftssystem diskutiert. Zudem soll das Weblog der besseren nationalen Vernetzung von Akteuren sowie dem Hinweis und der Kommentierung einschlägiger hochschul- und wissenschaftspolitischer Veranstaltungen dienen.
Für die Wochen bis Ende des Jahres liegt ein fester Themenfahrplan für die Diskussion auf dem Weblog mit eingeladenen Gastautoren vor.
Das Weblog erreichen Sie unter http://www.nachhaltigewissenschaft.blog.de/.