Laufzeit: 01.05.2009 - 30.04.2013
Triebkräfte, Wirkungen und Gestaltungsmöglichkeiten am Beispiel von Klima- und Naturschutz in mitteleuropäischen Kulturlandschaften

Ausgangslage
Ökosystemleistungen bezeichnen den vielfältigen Nutzen, den Menschen aus Ökosystemen erzielen. Die Kulturlandschaften Mitteleuropas sind von der Erzeugung land- und forstwirtschaftlicher Produkte geprägt. Daneben erbringen sie eine Vielzahl an weiteren Leistungen, die für die Lebensqualität der Menschen zentral sind. Diese Leistungen werden erst allmählich von der Gesellschaft wahrgenommen, anerkannt und entgolten.
Beispielsweise regulieren Kulturlandschaften das Klima, indem sie CO2 speichern. Sie stellen sauberes Trinkwasser bereit und bilden ästhetische Werte, die für Tourismus und Naherholung wichtig sind.
Zurzeit entstehen weltweit Initiativen, die darauf abzielen, die Leistungen von Ökosystemen über marktbasierte Politikinstrumente zu sichern. Mit Abgaben, Förderprogrammen oder handelbaren Zertifikaten sollen Anreize für eine nachhaltige Landnutzung geschaffen werden.
Noch ist allerdings kaum abzusehen, welche Auswirkungen solche marktbasierten Instrumente auf Ökosysteme, Landschaften und Landnutzung haben, falls sie großflächig zum Tragen kommen.
Projektziel
Das Projekt zielt darauf ab, die Beziehungen zwischen Ökosystemleistungen, marktbasierten Politikinstrumenten und Lebensqualität in mitteleuropäischen Kulturlandschaften systematisch zu erfassen. Dabei stehen drei Fragestellungen im Mittelpunkt:

In einem interdisziplinären Verbund von sieben Teilprojekten kommen empirische Methoden der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften sowie der Umweltnaturwissenschaften zum Einsatz.
Über Vor-Ort-Gespräche, Workshops und Diskussionspapiere führen die Wissenschaftler/-innen einen Dialog mit Akteuren aus Politik und Praxis. Im Mittelpunkt steht die Abstimmung von Klima-, Naturschutz- und weiteren Zielen der Landnutzung. Dabei werden sie Vorschläge diskutieren, wie wirkungsvolle Politikinstrumente zur Förderung von Ökosystemleistungen gestaltet werden können.
Die Nachwuchsgruppe führt ihre Untersuchungen exemplarisch in den zwei UNESCO-Biosphärenreservaten Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft sowie Schwäbische Alb durch. In diesen treten vielfältige Ökosystemleistungen auf und ist ein breites Spektrum an Politikinstrumenten etabliert. Die Verwaltungen der Biosphärenreservate wirken als Praxispartner im Vorhaben mit.
Projektkoordination
Dr. Tobias Plieninger
Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften
Jägerstrasse 22/23
D-10117 Berlin
Tel.: +49 (0)30 20370 538
Fax: +49 (0)30 20370 214
plieninger[at]bbaw.de
http://www.oekosystemleistungen.de
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[PDF - 364,6 kB]
(URL: http://www.sozial-oekologische-forschung.org/_media/Flyer_Oekosystem_dt.pdf)
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