Chamäleon

Laufzeit: 01.10.2009 - 31.10.2013

Adaptation an den Klimawandel in Unternehmen der öffentlichen Versorgung

Ausgangslage
Der Klimawandel als globales Problem hat spezifische lokale Auswirkungen, von denen neben Naturräumen auch soziale und technische Systeme betroffen sind. Die Folgen des Klimawandels können zu einer Bedrohung von Infrastrukturen führen und damit essenzielle Grundbedürfnisse wie die Versorgung mit Energie, Mobilität, Wasser oder Wohnraum beeinträchtigen. Um die Folgen von Klimawirkungen handhabbarer zu machen, sind Adaptationsmaßnahmen erforderlich. Die Nachwuchsgruppe untersucht und entwickelt staatliche und betriebliche Maßnahmen für  Unternehmen der öffentlichen Versorgung. Dabei wird überprüft, wie betriebliches und staatliches Handeln geeignet aufeinander bezogen werden kann.

Der Verkehrs- und Energiesektor sind stark auf Infrastrukturen angewiesen und weisen damit eine große Vulnerabilität durch den Klimawandel auf. Adaptationsmöglichkeiten bestehen beispielsweise in der Verwendung neuer Materialien oder Trassenverlegungen, Versicherungslösungen und Planungsvorschriften. Generell wird in Unternehmen die Adaptation an den Klimawandel zumindest kurz- bis mittelfristig durch technologische und sozio-ökonomische Bedingungen erschwert. Hinzu kommen Einschränkungen in der Handlungskompetenz aufgrund von Unsicherheiten über Klimaveränderungen oder politische und ökonomische Rahmenbedingungen.

Die Nachwuchsgruppe geht davon aus, dass politisches Handeln Adaptation unterstützen sollte, weil Infrastruktur der öffentlichen Versorgung ein öffentliches Gut ist entgegen der der gängigen ökonomischen Analyse, der zufolge Adaptations- im Gegensatz zur Klimaschutzmaßnahmen ein privates Gut schaffen. Politische Maßnahmen können auf Basis eines besseren Verständnisses von unternehmensinternen Planungsprozessen und Handlungsrestriktionen wirksamer werden. Eine Integration der politischen und betrieblichen Sichtweise, wie sie in diesem Projekt vorgenommen werden soll, steht noch aus.

 

Projektziel
Vor diesem Hintergrund untersucht das Projekt folgende Schwerpunkte:

  • Integrierte Vulnerabilitätsanalyse ausgewählter Unternehmen der öffentlichen Versorgung (aus organisatorischer, technisch-klimatologischer und politisch-volkswirtschaftlicher Sicht)
  • Kompatibilitätsanalyse von betrieblichen und politischen Adaptationsmaßnahmen unter Berücksichtigung der jeweiligen Handlungsmöglichkeiten und -restriktionen
  • Verallgemeinerung von regionaler Vulnerabilität, infrastrukturellen Adaptationserfordernissen sowie betrieblichen und politischen Adaptationsmaßnahmen in Form eines Kompendiums für Praxisakteure

 

Projektkoordination
Prof. Dr. Klaus Eisenack
Institut für Volkswirtschaftslehre
und Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung
Ammerländer Heerstraße 114-118
26111 Oldenburg
klaus.eisenack[at]uni-oldenburg.de

 

Kooperationspartner
Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK)
Institut für Ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW)
Forschungsstelle Umweltpolitik an der FU Berlin (FFU)
Geographisches Institut der Humboldt-Universität zu Berlin
Workshop in Political Theory and Policy Analysis at Indiana University

Kontakt

  • Prof. Dr. Klaus Eisenack

    • Universität Oldenburg, Institut für Volkswirtschaftslehre
    • 26111 Oldenburg
    • E-Mail-Adresse: