Klimaschutz, Entwicklung und Gerechtigkeit

Laufzeit: 01.08.2010 - 31.07.2013

Dekarbonisierung in Entwicklungs- und Schwellenländern (Entdeken)

Ausgangslage
Das Klimaproblem und die Bekämpfung globaler Armut sind zwei Herausforderungen, die nicht losgelöst voneinander betrachtet werden können. Durch wirtschaftliches Wachstum allein kann die globale Armut und Ungleichheit zwar nicht überwunden, jedoch substanziell reduziert werden.

In der Vergangenheit war Wirtschaftswachstum zumeist mit der Verbrennung fossiler Rohstoffe und damit mit CO2 Emissionen und ihrer schädlichen Klimawirkung verbunden. Die große Herausforderung liegt nun darin, das Dilemma zwischen Wirtschaftswachstum zu Lasten des Klimas auf der einen Seite, und Verzicht auf Wachstum zu Lasten der Ärmsten auf der anderen Seite zu überwinden und kohlenstoffarme Entwicklungspfade aufzuzeigen. Eine Dekarbonisierung der wachsenden Ökonomien in Entwicklungs- und Schwellenländern ist deshalb für die Lösung des Klimaproblems von entscheidender Bedeutung. Frühzeitig müssen die richtigen Weichen gestellt werden, um das Wirtschaftswachstum dieser Länder von Treibhausgasemissionen zu entkoppeln und so zu vermeiden, dass Entwicklungs- und Schwellenländer den gleichen kohlenstoffintensiven Entwicklungspfad einschlagen wie vor ihnen die OECD Länder. Darüber hinaus muss diesen Ländern die Möglichkeit gegeben werden, Auswege aus ihrer jetzigen Armut zu finden.


Projektziel
Das Projekt untersucht, wie eine die Armut reduzierende und faire Dekarbonisierung in Entwicklungs- und Schwellenländern eingeleitet werden kann. Hierbei konzentrieren wir uns auf folgende Forschungsfragen:

1. Inwieweit haben Entwicklungs- und Schwellenländer einen ähnlich karbonintensiven Entwicklungspfad eingeschlagen wie die heutigen OECD-Länder? Was sind die charakteristischen Merkmale eines solchen Pfades und können wir diese Merkmale auch in Entwicklungs- und Schwellenländern diagnostizieren? Welche Rolle spielen Ungleichheiten bezüglich des Einkommens auf nationaler Ebene? Welche Faktoren können die Ungleichheiten bzgl. der Pro-Kopf-Emissionen zwischen Ländern erklären?

2. Wie kann das Energiesystem dekarbonisiert werden? Wann kann ein globaler Kohlen¬stoff¬markt aufgebaut werden, und wie sollen dann die Emissionsrechte verteilt werden? Wie kann die Frage nach globaler Gerechtigkeit im Klimakontext aufgegriffen werden?

3. Welche Klimaschutzinstrumente (z.B. Technologiepolitik, Steuerpolitik, Umsteuerung bei Subventionen, Finanztransfers) können den Weg zu einem klimafreundlichen Wachstums-/Entwicklungspfad in Entwicklungs- und Schwellenländern ebnen? Welche kontext¬spezifischen Faktoren und Barrieren sind bei der Implementierung dieser Instrumente zu beachten? Wie kann die Vermeidung des Klimawandels mit der Armutsbekämpfung vor Ort verbunden werden?





Projektkoordination
Brigitte Knopf
Potsdam Institut für Klimafolgenforschung
Tel.: +49 - (0)331 - 288 2631
E-Mail: knopf[at]pik-potsdam.de

Michael Jakob
Potsdam Institut für Klimafolgenforschung
Tel.: +49 - (0)331 - 288 2650
E-Mail: jakob[at]pik-potsdam.de

Postfach 60 12 03
14412 Potsdam

Projektpartner
Universität Göttingen - Lehrstuhl Entwicklungsökonomie (Stephan Klasen, Nicole Grunewald)
Leibniz Institut für Globale und Regionale Studien (GIGA) Hamburg (Jann Lay, Birte Pohl)

 

Publikationen im Rahmen des Projekts

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Kontakt

  • Michael Jakob

    • Potsdam Institut für Klimafolgenforschung
    • Postfach 60 12 03
    • 14412 Potsdam
    • Telefonnummer: +49 - (0)331 - 288 2650
    • E-Mail-Adresse:
  • Brigitte Knopf

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