Wie Haushalte über ihren Energiemix entscheiden

Laufzeit: 01.03.2008 - 31.08.2010

Soziale, ökologische und ökonomische Dimensionen eines nachhaltigen Energiekonsums in Wohngebäuden (Seco@home)

Ausgangslage
Der hohe Verbrauch nicht-erneuerbarer Energien ist aufgrund der damit verbundenen Umweltschäden - vor allem in Form von klimarelevanten Emissionen - ein wesentliches Risiko für das Ziel einer nachhaltigen Entwicklung.
Im Mittelpunkt der Diskussion über nachhaltige Produkte der privaten Energieversorgung und -nutzung stehen seit längerer Zeit die Steigerung der Energieeffizienz von Haushaltsgeräten oder von Heizungsanlagen, die Wärmedämmung von Gebäuden sowie die Einführung eines Energieausweises für Gebäude. Weniger Beachtung finden bislang der Bezug von Strom aus erneuerbaren Energien ("Ökostrom") einerseits und Konzepte einer nachhaltigen dezentralen Energieversorgung andererseits, d.h. der Eigenerzeugung von Strom und/oder Wärme aus erneuerbaren Energien oder des Einsatzes hocheffizienter Mikro-Kraft-Wärme-Kopplungs-Systeme.
Eine wichtige Barriere für die Diffusion von entsprechenden Produkten und Dienstleistungen sind mangelnde Kenntnisse über die Präferenzen der Haushalte für einen nachhaltigen Energiekonsum. Das Wissen hierüber bildet eine zentrale Grundlage für die Entwicklung von Strategien zur Unterstützung der Diffusion nachhaltiger Energieversorgungs- und -nutzungsformen.

Projektziele
Das Projekt will einen substantiellen Beitrag zur Erforschung des Verbraucherverhaltens beim Energiekonsum in Wohngebäuden leisten. Mit einer innovativen Befragungsmethode soll ermittelt werden, wie in den Haushalten Präferenzen für bestimmte Energienutzungen entstehen und auf welcher Grundlage die entsprechenden Wahlentscheidungen getroffen werden. Ein Ziel des Projektes ist es, Barrieren zu identifizieren, die einer stärkeren Verbreitung von erneuerbaren Energieträgern und einer nachhaltigen Energienutzung im Wege stehen. In Teilprojekten soll die Rolle der Geschlechterverhältnisse bei solchen Entscheidungen sowie die Effizienz von Maßnahmen untersucht werden, die den Anteil umweltfreundlicher Energieformen in privaten Haushalten erhöhen können.

Projektkoordination
Dr. Klaus Rennings
Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) GmbH
L7, 1
68161 Mannheim
Tel: 0621/ 12 35-207
E-Mail: rennings(at)zew.de

Forschungspartner
Fraunhofer Institut für System- und Innovationsforschung (Fraunhofer ISI) Karlsruhe: Prof. (Adjunct) Dr. Joachim Schleich
Öko-Institut e.V. Freiburg: Dr. Bettina Brohmann
Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin): Michael Kohlhaas

Unterauftrag
Universität St. Gallen, Schweiz: Prof. Dr. Rolf Wüstenhagen, Dr. Julia Nentwich

Praxispartner

Forschungsinstitute
European Commission, DG JRC, Institute for Energy, Renewable Energies Unit
Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie 
Energieversorger, Energiebehörden und -verbände
Bundesamt für Energie
EnBW AG, Karlsruhe: Dr. Wolfram Münch 
Vattenfall Europe Berlin AG & Co. KG
Verband Kommunaler Unternehmen e.V. VKU
Produzenten, Unternehmen
Solar-Fabrik AG, Freiburg
Good Energies Inc.
Accera Venture Partners AG, Mannheim
Umwelt- und Industrieverbände
Bundesverband Gebäudeenergieberater, Ingenieure, Handwerker (GIH), Stuttgart
Arbeitsgemeinschaft für sparsame Energie- und Wasserverwendung im VKU
Germanwatch,
Zentralverband Elektrotechnik- und Elektroindustrie, Abteilung Umweltschutzpolitik
Verbraucherverbände
Bund der Energieverbraucher e.V., Rheinbreitbach
Verbraucherzentrale NRW e.V.
Energieagenturen
hessenENERGIE GmbH, Wiesbaden
Berliner Energieagentur GmbH

 

Publikationen im Rahmen des Projekts

4 Projektpublikationen

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Kontakt

  • Dr. Klaus Rennings

    • Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) GmbH
    • L7 1
    • 68161 Mannheim
    • Telefonnummer: 0621 1235-207
    • E-Mail-Adresse: