Themen INFO! 2/2008: Strategien zur besseren Umsetzung der SÖF-Forschungsergebnisse - Wie können Konsumenten im Alltag gezielt Strom sparen? - Interessenkonflikte aus ökonomischer Sicht - Empfehlungen für Prävention und Therapie der juvenilen Adipositas - SÖF-Band 10 - WIN-Website wird international -Umfrage: Wie bewerten Bürger Windkraftanlagen? - Veranstaltungen - Neuerscheinungen
Liebe Leserinnen und Leser!
Es gibt eine ganze Menge spannender Projekte in den Förderschwerpunkten SÖF und WiN, von denen wir Ihnen in den nächsten Newsletter-Ausgaben einige vorstellen wollen. Diesmal erfahren sie mehr über drei WiN-Projekte, die sich mit Interessenkonflikten um Biomasse, Windenergie oder Wasser befassen. Außerdem haben Forschungsprojekte des neuen SÖF-Themenschwerpunkt "Vom Wissen zum Handeln - Wege zum nachhaltigen Konsum" im März ihre Forschung begonnen. Thema der in dieser Ausgabe vorgestellten Projekte ist die Frage, was passieren muss, damit Verbraucher tatsächlich Strom sparen.
Ich wünsche Ihnen eine spannende Lektüre,
Beste Grüße
Jutta Zimmermann
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Themen:
Die Handlungsrelevanz der Forschungsergebnisse für Gesellschaft, Politik und Wirtschaft ist seit Beginn des Förderschwerpunktes "Sozial-ökologische Forschung" ein strategisches Ziel des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Um dieses Ziel zu erreichen, erarbeiten Forschergruppen gemeinsam mit Praxispartnern anwendungsorientierte Lösungen.
Um die Relevanz der Forschungsarbeiten für die Praxis zu steigern, wurden verschiedene Begleitmaßnahmen eingeführt:
Besonders erfolgreiche Projekte der ersten Förderphase erhielten nach Beendigung des Forschungsvorhabens Unterstützungsmaßnahmen für eine breitere "Dissemination" ihrer Ergebnisse. Das "Ernährungswende"- Projekt beispielsweise konnte so eine Reihe von Workshops mit thematisch relevanten Praxisvertretern veranstalten.
Für die Projekte des Themenschwerpunktes "Strategien zum Umgang mit systemischen Risiken" ist nun eine so genannte "Verstetigungsstrategie" geplant. Diese beabsichtigt, Projekte mit besonders interessanten Ergebnissen durch zusätzliche Mittelaufstockungen oder eigenständige Anschlussvorhaben zu unterstützen. Ziel ist vorrangig die Ausweitung der (inter)nationalen Öffentlichkeitsarbeit im Hinblick auf Wissenschaft, Politik und Praxis und die Verbreitung der Ergebnisse in diese Bereiche. Für die Maßnahmen der Verstetigungsstrategie stehen insgesamt zwei Millionen Euro zur Verfügung.
Im neuen Schwerpunkt "Vom Wissen zum Handeln - Wege zum nachhaltigen Konsum" wurde nun von vorn herein ein Begleitforschungsprojekt mit dem Ziel initiiert, den programmatisch geforderten Transformationsprozess in zentrale gesellschaftliche Handlungs- und Politikbereiche zu stärken, die Vernetzung der Projektaktivitäten zu verbessern und einen nationalen und internationalen Erfahrungsaustausch anzuregen. Das Begleitvorhaben analysiert und begleitet auch die Kommunikationsstrategie der Projekte nach Auslaufen der Förderphase.
Trotz des stetig wachsenden Umweltbewusstseins steigt der Stromverbrauch in privaten Haushalten unvermindert an. Dies kann nicht nur Folgen für die Umwelt, sondern auch für die Versorgungssicherheit haben. Welche Blockaden sorgen dafür, dass Konsumenten trotz besseren Wissens nicht effizient und sparsam mit Strom umgehen? Und wie kann man sie überwinden? Wie können die wirksamsten politischen Steuerungsinstrumente identifiziert werden? Wie wünschen sich Nutzer Informationen zum Stromverbrauch? Im Rahmen des neuen SÖF-Themenschwerpunktes "Vom Wissen zum Handeln - Wege zum nachhaltigen Konsum" wird das Projekt "TRANSPOSE - Transfer von Politikinstrumenten zur Stromeinsparung" politische Strategien zur Förderung von nachhaltigem Stromverbrauch entwickeln, bei denen sowohl der Kauf als auch die Nutzung der Produkte in die Forschung mit einbezogen werden. Das Forschungsprojekt "intelliEkon - Nachhaltiger Energiekonsum von Haushalten durch intelligente Zähler-, Kommunikations- und Tarifsysteme" untersucht, wie digitale Stromzähler gestaltet sein müssen, um Konsumenten eine gezielte und sparsame Energienutzung zu ermöglichen.
Die erneuerbaren Energien sind auf dem Vormarsch, insbesondere Biomasse als Rohstoff für Kraftstoffe und Windkraft für die Stromerzeugung. Aber auch die herausragende Bedeutung von (Süß-)Wasser als unverzichtbarer Rohstoff für nahezu alle Konsum- und Produktionsprozesse wird zunehmend von Wissenschaftlern aller nachhaltigkeitsrelevanten Disziplinen wahrgenommen. Während der Interessenkonflikt um Wasserressourcen augenfällig ist, kristallisieren sich Konflikte durch konkurrierende Landnutzungsarten für Biomasse oder Nahrungsmittel erst langsam heraus, und auch im Rahmen des Ausbaus von Windenergieanlagen stehen sich Interessen der Energiesicherheit und des Umweltschutzes gegenüber. Mit diesen Themen setzen sich Projekte des Forschungsschwerpunktes "Wirtschaftswissenschaften für Nachhaltigkeit" derzeit auseinander. NaRoLa analysiert und bewertet Potenziale und Grenzen der Biomasse für eine nachhaltige Energieversorgung, FlächEn ermittelt und bewertet die gesellschaftlichen Kosten, die notwendig sind, um Windenergieanlagen zu errichten. Ziel des Projekts "Preis des Wassers" ist es, die globalen Wasserressourcen zu bewerten, zukünftige Nutzungskonkurrenzen zu analysieren und daraus Politikempfehlungen für eine nachhaltige Wassernutzung abzuleiten. Allgemeine Informationen zu diesen und weiteren Projekten des Förderschwerpunktes erhalten sie unter http://www.wi-n.org/.
"Adipositas ist eine "normale" zivilisatorische Begleiterscheinung, die aus dem Spannungsverhältnis zwischen den Nahrungsmittel-, Technik- und Freizeitangeboten einer Überflussgesellschaft einerseits und auseinanderfallenden Familienstrukturen andererseits resultiert", sagt Dr. Michael Zwick vom SÖF-Projekt "Übergewicht und Adipositas bei Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen". Der Wissenschaftler hat eine Reihe von Maßnahmen Prävention und zur Therapie veröffentlicht.
Zentral sei allem voran die "Vernetzung und Koordination von präventiven und therapeutischen Maßnahmen, für die es der Schaffung spezieller Stellen bedürfe - etwa ein Koordinator je 250.000 Einwohner", so der Soziologe. "Aktuell werde viel Mühe und Geld auf eine Vielzahl partikularer Kampagnen und Projekte verwendet, mit fehlenden Synergieeffekten und oftmals fragwürdiger Wirksamkeit, so der Tenor unserer Gesprächspartner."
Präventionsmaßnahmen, die an Schulen geleistet werden könnten, beziehen beispielsweise eine obligatorische Gesundheitserziehung sowie die Ausweitung eines zeitgemäß-attraktiven Sport- und Bewegungsangebots mit ein. Die Politik kann neben der Einführung eines möglichst einfachen Kennzeichnungssystems hochkalorischer Lebensmittel eine menschen- (statt auto)gerechte Umgestaltung von Wohngebieten vorantreiben.
Um eine dauerhafte Umstellung von Ernährungs- und Freizeitverhalten nach einer Therapie sicherzustellen, empfiehlt Michael Zwick eindringlich, Selbsthilfegruppen zu stärken. "Neben sozialer Unterstützung durch Gleichgesinnte können in Selbsthilfegruppen einfache Systeme zur Bewertung von Nahrungsmitteln (Energieaufnahme) und sportlichen Aktivitäten (Energieverbrauch), aber auch gegenseitige Kontrollen (regelmäßiges gemeinsames Wiegen), Lob und Tadel praktiziert werden, wodurch die oftmals vorhandenen Kompetenz- und Sozialisationsdefizite ("Regeln lernen und einhalten") sukzessive kompensiert werden können."
Mehr dazu in der Publikation "Maßnahmen wider die juvenile Adipositas, Band 9 der Reihe Stuttgarter Beiträge zur Risiko- und Nachhaltigkeitsforschung.
Infrastrukturnetze prägen aufgrund ihrer Langlebigkeit zu einem großen Teil die Entwicklung des Raumes mit. Gleichzeitig sind sie Ausdruck sozialer Kräfteverhältnisse und räumlich-institutioneller Arrangements. Die neueste SÖF-Publikation "Infrastrukturnetze und Raumentwicklung. Zwischen Universalisierung und Differenzierung", im Rahmen des Projektes netWORKS entstanden, thematisiert das Verhältnis zwischen technischen Infrastruktursystemen und Raumentwicklung aus sozialwissenschaftlicher Sicht und kombiniert dabei konzeptionell-theoretische mit empirischen Beiträgen. Der Sammelband ist über den oekom Verlag erhältlich.
Die internationale Sichtbarkeit der Forschungsarbeiten wurde auf dem internen Workshop des Förderschwerpunkts "Wirtschaftswissenschaften für Nachhaltigkeit" im Dezember 2007 als wichtiges Ziel genannt. Zur Unterstützung dieses Ziels ist die Website des Förderschwerpunktes nun auch in der englischen Version im Internet zugänglich unter http://www.wi-n.org/en/index.php. Der Workshop hatte das Ziel, den Austausch der Projekte untereinander und mit dem Beirat zu fördern sowie die gemeinsame Kommunikation nach außen zu reflektieren.
Welche Fortbewegungsmittel nutzen die Deutschen während ihrer Freizeit am meisten? Dazu hat das WiN-Projekt "DYNAMIKON - Umbruchsdynamiken im Konsum und nachhaltige Innovationspfade" eine repräsentative Telefonumfrage bei 1.000 Konsumenten in Kassel und Umgebung durchgeführt. Fünf unterschiedliche Mobilitätstypen haben die Forscher dabei identifiziert: "Pragmatische Multi-Modale" (28%), "funktionale Automobilisten" (24%), "Autozentrierte" (18%), "verhinderte Multi-Modale" (17%) und "anspruchsvolle ÖPNV-Affine" (13%). Erstere sind eher jung, wohnen in der Stadt und nutzen das Auto sowie Bus und Bahn gleich häufig. Ähnliches gilt für den letzten Typus, der allerdings deutlich älter ist und sich mehr an Kontrolle, Routine und Sicherheit orientiert. Die überwiegend im Speckgürtel von Kassel lebenden "verhinderten Multi-Modalen" sind in der Alltagsfreizeit intensive Autonutzer. Für diese Gruppe sind die Umwelteigenschaften von Verkehrsmitteln zwar bedeutsam, aber Selbstbestimmung, Bequemlichkeit und Spaß an der Mobilität sind wichtiger. Dennoch können sie - anders als die "Autozentrierten" und "funktionalen Automobilisten", die aus Überzeugung bzw. aus einer Alltagsnotwendigkeit heraus vor allem das Auto für Freizeitwege nutzen - als Zielgruppe für ÖPNV-Anbieter interessant sein. (Quelle: Projekt Dynamikon)
In Deutschland soll sich der Anteil der erneuerbaren Energien am Gesamtenergiebedarf bis 2020 erhöhen. Im Bereich der Stromversorgung wird dazu auch der Ausbau der Windenergie gefordert. Sie liefert zurzeit die kostengünstigste Art der Stromerzeugung unter den erneuerbaren Energien. Der Ausbau der Windenergie hat jedoch auch Nachteile. Zum Beispiel stören Lärm, Schattenwurf und Beeinträchtigung der Natur und des Landschaftsbildes den Menschen. Diese negativen Effekte versucht die lokale Raumplanung zu begrenzen, in dem sie die Produktion von Windenergie in so genannte Vorrang- und Eignungsgebiete konzentriert sowie Höhen- und Abstandsregeln für das Errichten von Einzelanlagen erlässt. Damit steht die Raumplanung in einem potenziellen Spannungsverhältnis zu den bundesweiten Zielen im Bereich der Energie- und Klimapolitik. Denn zum einen wird das Flächenangebot für die Produktion erneuerbarer Energie beschränkt. Zum anderen können Abstands- und Höhenregeln den Einsatz moderner Technologien verhindern, so dass sich die Anzahl der insgesamt benötigten Anlagen und damit auch der Flächenbedarf erhöhen.
Das WiN-Projekt "Nachhaltige Landnutzung im Spannungsfeld umweltpolitisch konkurrierender Zielsetzungen am Bespiel der Windenergiegewinnung" bewertet verschiedene Formen des Ausbaus der Windenergie. Dazu ist auch die Meinung der Bürger unter http://www.unipark.de/uc/windkraft_tuberlin gefragt. Weitere Informationen zum Projekt finden sich auf http://www.ufz.de/index.php?de=14638 und http://www.landschaftsoekonomie.tu-berlin.de/8359.html. (Quelle: Projekt FlächEn)
International Sustainability Conference 2008
21.-22.08.2008, Basel
The second International Sustainability Conference 2008 at the University of Basel provides a platform for both interdisciplinary and transdisciplinary oriented social scientists working in the field of sustainable development. The conference is committed to promoting dialogue, especially among economists and other social scientists. Moreover, the conference aims to act as a meeting point for committed individuals from the political, corporate and academic worlds as well as for representatives from civil society. For more information and registration see conference website.
DIME International conference "Innovation, sustainability and policy"
11.-13.09.2008, Bordeaux
The objective of the conference is to exchange theoretical and empirical knowledge on environmental innovations, more precisely on their drivers, their impacts on the competitiveness of countries and industries, and their role in the transition towards sustainable systems of production and consumption. The role of public policy, as well as the question of the integration and coordination between the various policy fields (including environmental regulation, innovation policy, energy policy) will also be addressed. It is organised within the DIME (Dynamics of Institutions and Markets in Europe) Network of excellence. For more information see the DIME website.
"Neue Impulse in der Agrar- und Ernährungswirtschaft?!"-18. ÖGA-Tagung
18.-19.09.2008, Wien
Die Themenbereiche der Forschungsforen auf der 18. Jahrestagung der Österreichischen Gesellschaft für Agrarökonomie reichen von Betriebsentwicklung, Märkte, Erneuerbare Energie, Ländlicher Raum bis zu Politik und Recht. Zum ersten Mal findet in diesem Jahr ein Forschungsforum zum Thema "Gender Issues" statt, zu dem zahlreiche Beiträge insbesondere auch aus den Nachbarländern willkommen sind. Der Call for Papers richtet sich an Vertreter/-innen der Forschungsfelder Agrarökonomie, Agrarsoziologie, Agrarpolitik und -recht, Agrargeographie und ländliche Entwicklung. Die Tagung soll vor allem auch jungen Wissenschaftler/-innen die Möglichkeit bieten, ihre aktuelle Forschungsarbeit einem internationalen Publikum aus Wissenschaft und der Fachpraxis vorzustellen. Mehr
12th European Roundtable on Sustainable Consumption and Production
23.-25.09.2008, Berlin
The ERSCP 2008 is a three-day conference at the interface of science, industry, public authorities and politics. The overall goals of the international meeting are to facilitate innovations and to promote sustainable consumption and production by challenging participants' projects, ideas and approaches and by stimulating debate regarding their contribution to sustainable development. Best-practice examples are shared, solution-driven opportunities are explored and joint projects are initiated. For more information visit the conference website
12. Heidelberger Ernährungsforum "Die Mahlzeit - Alte Last oder neue Lust?"
24.-25.09.2008, Heidelberg
"Familialie Autorität bei Tisch", "Aktuelle Trends beim Frühstück von Kindern und Jugendlichen" oder "Die Bedeutung von Ambiente bei Schulmahlzeiten" sind nur einige Aspekte, die auf dieser Tagung im Fokus stehen werden. Das 12. Heidelberger Forum dient dem fachlichen Austausch und der Weiterbildung von Ernährungsfachleuten, Beratern, Lehrern und anderen Multiplikatoren. Weitere Informationen
3rd International CSR-Conference: Corporate Responsibility and Governance
08.-10.10.2008, Berlin
Info und Anmeldung: http://www2.wiwi.hu-berlin.de/institute/im/csr/en_konferenz_konferenz.html
Transdisciplinarity Conference on "Problem Framing"
27.-28.11.2008, Zurich
Ziel der diesjährigen Konferenz mit dem Thema "Inter- and Transdisciplinary Problem Framing" ist der Erfahrungsaustausch über inter- und transdisziplinäre Problembestimmung. Im Zentrum stehen die Forschungsbereiche Gesundheit, kultureller Wandel, Flächenverbrauch und gesellschaftliche Integration. Ausgerichtet wird die Veranstaltung vom td-net der ETH Zürich. Mehr
1st Global Summit on Sustainable Development and Biodiversity
10.-13.12.2008, Raipur, India
This conference will address a wide range of serious challenges relating to Environmental Governance, Sustainable Biodiversity Conservation, assessing the replicability of promising practices of indigenous mechanism of biodiversity conservation, understanding stakeholders' vision on global warming and sustainable development, promoting the role of policy makers, corporate houses and development actors in developing an appropriate environmental strategic plan and initiating remedial measures against global warming. For more information visit the conference website
Sustainable Pharmacy - Belastungen der Umwelt wirksam verringern,
24. - 25.04.2008, Osnabrück
Im Rahmen der internationalen Konferenz "Sustainable Pharmacy" haben Experten aus Forschung und Industrie sowie Vertreter aus Behörden, der Wasserwirtschaft, der Medizin und der Umweltforschung die Frage diskutiert, wie Pharmazie nachhaltig gestaltet werden kann. Für die Lösung des Problems ist eine integrierte Strategie notwendig, die eine nachhaltige Arzneimittelentwicklung, den umweltbewussteren Einsatz von Medikamenten durch Ärzte, Apotheker und Patienten sowie eine weiter optimierte Abwasserbehandlung zusammenschließt, so das Fazit der Konferenzorganisatoren Deutsche Bundesstiftung Umwelt, Universitätsklinikum Freiburg und ISOE. (Quelle: ISOE)
Die Konferenzbeiträge sind als Download verfügbar: http://www.dbu.de/550artikel27307_147.html
International conference on Implications of GM crop cultivation at large spatial scales,
02. - 04.04.08, Bremen
Thema der internationalen Tagung war die Abschätzung von großräumigen Auswirkungen des Anbaus von gentechnisch veränderten Organismen. Die Präsentationen verdeutlichten, dass zu einer hinreichend vollständigen Risikoanalyse von gentechnisch veränderten Organismen (GVO) systematische Studien gehören, die über den Einzelfeld- oder Landschaftsrahmen hinausreichen. Die Durchführung und Auswertung von Freilandexperimenten allein ist definitiv nicht ausreichend. Die Analyse regionaler Zusammenhänge jedoch ist in der bisherigen Praxis der Risikoanalyse noch stark defizitär. Den Stand der Kenntnis hierzu voranzubringen war Zielsetzung der Tagung. Das Programm bot Vorträge aus Deutschland, Frankreich, dem Vereinigten Königreich, Kanada, USA, Japan, Brasilien, Litauen und anderen. Zur Dokumentation
In den letzten Monaten sind die folgenden Veröffentlichungen aus den Förderschwerpunkten SÖF und WiN erschienen:
Bücher
* Brunnengräber, A., Dietz, K., Hirschl, B., Walk H. & Weber, M. (2008): Das Klima neu denken, Dampfboot-Verlag
* Hayn, D. & Zwengel, R. (2008): Klimawandel und Alltagshandeln, Klartext-Verlag
* Moss, T., Naumann, M. & Wissen, M. (2008): Infrastrukturnetze und Raumentwicklung. Zwischen Universalisierung und Differenzierung,oekom-Verlag, Ergebnisse Sozial-ökologischer Forschung, Band 10
Zeitschriftenartikel
* Baumgärtner, St.: Das Aussterben der Arten kommt die Welt teuer zu stehen, Stuttgarter Zeitung Nr. 116 vom 20.05.2008, S. 2
* Baumgärtner, St.: Günstiger Artenschutz, Stuttgarter Zeitung Nr. 118 vom 23.05.2008, S. 10
* Fischer, C. & Praetorius, B.: Carbon Capture and Storage: Settling the German Coal vs. Climate Dispute?, International Journal of Environmental Technology and Management, Special Issue on Energy Innovation, Vol. 9, Nos. 2/3, 2008, 176-203
* Hayn, D.: Ernährungshandeln im Alltag, Ernährungsumschau 06/08, S. 346ff
Komplette bibliographische Angaben können der Seite Neuerscheinungen oder Gesamtliste entnommen werden.
Berichte über die Projekte der Förderschwerpunkte SÖF und WiN sind nach zu lesen unter:
Die Stuttgarter Zeitung hat anlässlich der UN-Artenschutztagung in Bonn vom 19. - 30. Mai 2008 zwei Artikel zum Thema "Artenschutz und Ökonomie" veröffentlicht. Prof. Dr. Stefan Baumgärtner, Projektleiter des WiN-Projekts "Ökosystemdienstleistungen", konnte dazu in seiner Eigenschaft als Mitglied der Expertengruppe "Economics of Global Biodiversity Loss" unter Leitung von Dr. Pavan Shukdev die wissenschaftlichen Fachkenntnisse beisteuern. Zu den Artikeln "Das Aussterben der Arten kommt die Welt teuer zu stehen" vom 20. 05. 2008 und "Günstiger Artenschutz" vom 23. 05. 2008
Im Rahmen einer Reportage über das aid-Forum in Bonn wurde u.a. Dr. Michael M. Zwick zu den Ursachen für die zunehmende Adipositas unter Kindern und Jugendlichen interviewt. Soundfile und Transkript können von den aid-Seiten herunter geladen werden: http://www.aid.de/presse/lounge.php