Laufzeit: 01.05.2009 - 30.04.2013
Erfolgsbedingungen und Diffusion von Konzepten zur vollständigen Energieversorgung von Kommunen und Regionen auf der Basis erneuerbarer Energien - Schwerpunkt Bioenergie
Ausgangslage
Ohne kommunales Engagement können die politisch vereinbarten Klimaschutzziele nicht erreicht werden. Regionale Selbstversorgung durch erneuerbare Energien bei Strom und Wärme kann hierzu einen entscheidenden Beitrag leisten. Gerade der Biomassenutzung wird hier ein besonderes Potenzial, auch im Hinblick auf die regionale Wertschöpfung, zugeschrieben. Gleichwohl hat die Nutzung der Biomasse immer auch Auswirkungen auf die Sozio- und die Biosphäre. Daher müssen neben ökonomischen und technischen auch ökologische und soziale Aspekte in ihrem Zusammenwirken betrachtet werden.
Projektziel
Ziel dieses Projektes ist es, Erfolgsbedingungen und Faktoren zur Etablierung und Steuerung von Konzepten zur vollständigen Energieversorgung (Strom und Wärme) von Kommunen und Regionen auf der Basis erneuerbarer Energien zu erarbeiten. Schwerpunkt der Untersuchung bildet die Bioenergienutzung. Hierbei geht es um eine umfassende Betrachtung, die vor allem auch ökologische und soziale Chancen und Risiken fokussiert.
In einer Kooperation der Universität Hohenheim, dem Institut für Ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) und der Universität Freiburg (Zentrum für Erneuerbare Energien) greifen dazu vier Bausteine ineinander: Baustein I analysiert die Steuerungs- und Entscheidungsprozesse in den Kommunen und fokussiert dabei auf die politischen und wertschöpfenden Akteure. Baustein II untersucht und bewertet mögliche Energieversorgungskonzepte ökonomisch und in einer technisch-ökologischen Systembetrachtung. In Baustein III werden Veränderungen der Landschaftsstrukturen als Träger der Biodiversität analysiert. Baustein IV schließlich fokussiert auf die Nachfrage und Partizipation der Bürger. Anhand der Ergebnisse der Vorstudie des Projektes wurde eine enge Kooperation mit vier Partnerkommunen mit dem Ziel der Selbstversorgung mit erneuerbaren Energien bei Strom und Wärme- zwei Landkreise und zwei Gemeinden - etabliert, deren "Energiekonzepte" durch wissenschaftliche Begleitung gemeinsam mit den jeweiligen Akteuren in Richtung einer nachhaltigen Selbstversorgung auf der Basis von erneuerbaren Energien weiterentwickelt werden. Neben Publikationen zu Ergebnissen wird ein Entscheidungsrahmen für weitere kommunale Entscheidungsträger und andere Akteure, die eine entsprechende Zielsetzung für einen abgrenzbaren Raum verfolgen (z.B. kommunale Energieversorgungsunternehmen, Bürgerinitiativen, Genossenschaften u.a.), erarbeitet. Somit werden die Projektergebnisse für Kommunen bereitgestellt, die Wechselwirkungen der verschiedenen Faktoren abgebildet und die Transformation der Faktoren in verschiedene räumliche Größendimensionen ermöglicht. Der Rahmen dient damit als Entscheidungshilfe für eine sozialökologisch effiziente Umsetzung einer Selbstversorgung mit erneuerbaren Energien.
Projektkoordination
Dr. Chantal Ruppert-Winkel
Institut für Forstökonomie (IFE)
Zentrum für Erneuerbare Energien (ZEE)
Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
Tennenbacher Str.4
79106 Freiburg
Tel. +49 (0)761 203-3792
Fax. +49 (0)761 203-3690
ch.ruppert[at]ife.uni-freiburg.de
chantal.ruppert[at]zee.uni-freiburg.de
http://www.ife.uni-freiburg.de/
http://www.zee.uni-freiburg.de/
http://www.ee-regionen.de
Kooperationspartner
Dr. Astrid Aretz, Institut für Ökologische Wirtschaftsforschung (gemeinnützig)
Prof. Dr. Klaus Schmieder, Institut für Landschafts- und Pflanzenökologie, Universität Hohenheim
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(URL: http://www.ee-regionen.de)